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Normalerweise finden wir Störungen, die unsere Kunden in ihrem Netzwerk melden, recht zügig heraus. Wenn es nötig ist, tauchen wir auch einmal in die Tiefen der Netzwerkprotokolle hinab, um die Ursache zu erforschen. Doch es gibt Fälle, in denen das Expertenwissen nicht hilft - denn das Problem liegt an ganz anderer Stelle!
So geschehen bei einem Kunden in der Automobilbranche. Unser Mitarbeiter hatte sämtliche üblichen Fehlerquellen geprüft und war zu keinem Ergebnis gekommen. Das Netzwerk war offenbar richtig konfiguriert. Dennoch traten nach wie vor sporadisch Fehler auf.
Erst "Kommissar Zufall" brachte uns auf die tatsächliche Fehlerursache. Wir baten um Abschreiten der Kabelführung, um zu prüfen, ob ein Kabel an einer Stelle zu stark gebogen war oder ein anderer physikalischer Effekt vorlag. Bei der Führung durch das Werk des Kunden zeigte ein Kundenmitarbeiter beim Verlassen eines Gebäudes auch den Übergang der Hausvernetzung zur Halle, in der eine tonnenschwere Stahlramme Autobleche presst. Während des Gespräches fiel unserem Mitarbeiter auf, dass sich das Gebäude bewegt - klar, wenn die Ramme produziert, übertragen sich Schwingungen auf die anliegenden Gebäude.
Weniger klar war bis dahin allerdings, dass sich mit dem Gebäude auch die Kabelführung der Netzwerkverbindung bewegt. Aufgrund der hohen Wandstärke wurde für das Kabel nur ein schmales Löchlein in die Wand gebohrt. Dieses schmale Bohrloch sorgte für ein Scheuern des Kabels an der Wand, wenn die Ramme in Aktion war. Konnte dies die Ursache für die sporadischen Netzwerkfehler sein?
Es konnte! Der Kunde schlug sich mit der Hand vor den Kopf, beauftragte eine Vergrößerung der Kabeldurchführung und hatte in der Folge keine derartigen Netzwerkfehler mehr zu beklagen.
Was sagt uns das?
"It's always a cable problem ..." ;-)
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