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Es ist wie im Leben. Spreche ich eine andere Sprache oder starken Dialekt, werde ich oft schwer bis gar nicht verstanden. Dieses Problem ist in der Computerwelt mit all ihren Protokollen und Sprachen umso präsenter, da sich viele Nutzer keine Gedanken um Verständigungsprobleme machen - aus Unkenntnis und/oder dem Glauben an die Allmacht der Technik. Das gilt für das Versenden von E-Mails genauso wie für E-Mail-Anhänge.

Nun gibt es verschiedenste E-Mail-Programme mit vielfältigsten Stärken und Schwächen. Wir wollen hier nicht darauf eingehen, warum man das eine oder das andere Programm nutzt(en sollte). Es reicht völlig, zu wissen, dass unterschiedliche E-Mail-Programme (oder Mail-Clients) unterschiedliche Fähigkeiten besitzen.

Ein wesentliches Merkmal ist die Darstellung der E-Mail-Formate, i. e. Text- oder HTML-Format. Einige Mail-Programme können beide Formate darstellen, andere lediglich das Textformat. Das gleiche gilt natürlich für das Versenden. Bei Programmen wie Mozilla Thunderbird oder MS Outlook kann der Nutzer entscheiden, in welchem Format er die Nachricht versenden möchte.

Erhält man nun eine HTML-Mail mit einem Client, der lediglich Text darstellen kann, wird die folgende einfache Nachricht sehr unschön, nämlich in HTML-Code, dargstellt:
 

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Besprechung am 15. Juni 2009 enthält folgende Tagesordnungspunkte


  1. etwas Wichtiges
  2. etwas Wichtigeres
  3. das Wichtigste
Mit freundlichen Grüßen
...
  <!DOCTYPE html PUBLIC "-//W3C//DTD HTML 4.01 Transitional//EN">
<html>
<head>
</head>
<body bgcolor="#ffffff" text="#000000">
<tt>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>
<br>
die Besprechung am <b>15. Juni 2009</b> enthält folgende Tagesordnungspunkte</tt><tt><br>
<br>
</tt>
<ol>
<li><font color="#ff0000"><tt>etwas Wichtiges</tt></font></li>
<li><font color="#330099"><tt>etwas Wichtigeres</tt></font></li>
<li><tt><font color="#33cc00">das Wichtigste</font><br>
</tt></li>

</ol>
<tt></tt>
<pre class="moz-signature" cols="100">
Mit freundlichen Grüßen
...
</pre>
</body>
</html>

Noch konfuser wird es, wenn die E-Mail umfangreichere Tabellenstrukturen und Bilder enthält. Ein Entziffern im Textmodus ist dann kaum mehr möglich.

Mailprogramme stellen HTML außerdem nicht immer gleich dar. Meist sind diese Unterschiede rudimentär. Sie können sich aber ziemlich sicher sein, dass Ihre E-Mail in HTML nicht bei allen Empfängern genauso gesehen wird wie Sie sie verschickt haben.

Zudem sollte man bedenken, dass HTML-Mails deutlich größer sind als Textmails. Das mag bei heutiger DSL-Technologie und moderaten Preisen für den Datenverkehr nicht so sehr ins Gewicht fallen. Nutzer mobiler Endgeräte könnten sich über unnötig große Datenmengen jedoch durchaus ärgern. Und auch die Darstellung auf kleinen Displays ist selten HTML-freundlich.

Aber auch HTML-Mails haben ihre Berechtigung. Wenn Sie ihre Kunden mit einem Newsletter auf dem laufenden halten oder Produkte bewerben wollen, hat HTML durchaus Vorteile. Zum Einen sind die Mails deutlich ansprechender zu gestalten. Zum Anderen haben Studien ergeben, dass E-Mails mit Bildern höhere Klickraten erzielen als reine Textmails. Sie sollten einen Newsletter aber immer auch als Text versenden, damit alle die E-Mail lesen können.

Zugegeben, wir sind seit sehr langer Zeit dabei. Und in urgesteinigen E-Mail- und Internetkreisen werden Sie selten viel gutes über HTML-Mails hören. Und so sind auch wir der Meinung, dass Sie für "normale" Mails immer den Textmodus wählen sollten. Schauen Sie ruhig einmal in den Einstellungen Ihres E-Mail-Kontos nach. Vielleicht sind Sie sich gar nicht bewusst, dass Sie in HTML versenden. Einige Clients haben das Versenden des HTML-Formates nämlich per Voreinstellung gesetzt.