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Ohne Farben würde uns doch so einiges im Leben fehlen. Schließlich sind sie nicht nur schön anzusehen. Sie machen auch vieles anschaulicher. Da verwundert es nicht, dass sich unser Farbenfrohsinn mal mehr, mal weniger metaphorisch mit unserer genetisch bedingten Affinität zur Listenerstellung jeglicher Art vermischt: Es gibt eine Grüne Liste in der Politik, eine Blaue Liste in der Wissenschaft, eine Rote Liste in der Medizin (übrigens in Konkurrenz zur Gelben Liste), sogar eine Bunte Liste (wieder Politik) und etliche schwarze und weiße Listen.
Die letzten beiden finden auch in der Spam-Bekämpfung ihren Nutzen. So bezeichnet die Weiße Liste (white list) Personen bzw. E-Mail-Adressen die den Spamfilter passieren sollen und die Schwarze Liste (black list) diejenigen, welche überall landen dürfen, aber doch bitte nicht in meinem E-Mail-Account. Das diesbezügliche Black- und Whitelisten der Adressen gehört zum oft Zeit raubenden Alltagsgeschäft eines E-Mail-Dienstleisters, was natürlich Kosten für den Kunden versursacht.
Hier kommt nun die Graue Liste auf den Plan. Der Name ist Programm, denn beim Greylisting wird eine temporäre "Liste" zwischen schwarz und weiß, zwischen gutartigem Kontakt und Spam erstellt. Dabei wird jede ankommende Mail (insofern der Absender nicht schon auf der White List steht) ohne wenn und aber abgewiesen. Der SMTP-Server, der die Mail abgewiesen hat, merkt sich die Daten der E-Mail (Absender, Empfänger, IP-Adresse des Absenders) und gibt den Hinweis aus, dass zur Zeit ein technischer Fehler vorliege.
Reguläre SMTP-Server starten nach einer bestimmten Zeit einen neuerlichen Versuch, die E-Mail zuzustellen. Stimmen die Daten beim zweiten Versuch mit dem ersten überein, darf die E-Mail den Filter passieren. Der Großteil der "Spam-Server" ist hierbei jedoch überfordert. So konnten wir bei Kunden (und natürlich auch bei uns selbst) die Menge unerwünschter Post durch Greylisting schon deutlich eindämmen. Bis zu 90 Prozent weniger Spam-Mails sind hier keine Seltenheit.
Weitere Informationen zum Greylisting finden Sie z. B. bei Wikipedia.
Sollten Sie Interesse am oder Fragen zum Greylisting haben, wenden Sie sich einfach an uns. Wir helfen Ihnen gern!
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