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Der Umgangston an Schulen ist rauher geworden. Dies gilt in besonderem Maß für Schulen im Stadtgebiet. Schon auf dem Pausenhof einer Grundschule herrscht oft ein Vokabular, das gestandene Erwachsene erröten lässt. Tritte und Prügeleien sind nicht selten.

 

Nun kann man mit den Schultern zucken und den schlechten Zustand der deutschen Jugend bejammern. Oder man kann sich überlegen, wie man gegensteuern kann. Wolfgang Pein, Rektor der Hauptschule Sophienstraße im westlichen Ringgebiet, hat sich überlegt, was man der zunehmenden Gewalt entgegensetzen kann und hat ein Programm zur Gewaltprävention an bisher an drei Braunschweiger Grund- und Hauptschulen durchgeführt. Das Projekt "Sozialkompetenz stärken" basiert auf dem Gedanken, das Gewalt oft Ausdruck mangelnden Selbstwertgefühls ist. Wenn man Gewalt verringern möchte, muss das Selbstwertgefühl also gesteigert werden. Die Angebote folgen der These "Ein erhöhtes Aggressionniveau wohnt in einem angespannten Körper. Darum muss der Körper entspannt werden." Während des Schuljahres wurden in kleinen Gruppen jeweils wöchentlich Kurse in Karate, Jiu-Jitsu, TaiJi, Yoga, Tanz, Trommeln oder Klettern verpflichtend angeboten. Allen Kursen ist gemeinsam, dass sie die Konzentration auf sich selbst förden sowie Disziplin und ein Miteinander fordern. Durch die Attraktivität der Angebote wird dies von den Teilnehmenden akzeptiert.

 

Die Rektorin der benachbarten Grundschule Bürgerstraße hörte davon und wollte dieses Projekt auch in ihrer Grundschule einsetzen, um möglichst früh aggressiven Tendenzen entgegenzuwirken. Leider fehlten aber die finanziellen Mittel, um entsprechend Übungsleiter einsetzen zu können.

Die Gärtner Datensysteme GbR findet diese Maßnahme sinnvoll und unterstützt die Grundschule Bürgerstraße finanziell bei der Umsetzung. Es freut uns, dass dadurch seit Ende der Herbstferien das Projekt für alle dritten Klassen in der Grundschule Bürgerstraße angeboten werden kann.

 

Wir hoffen, dass diese Initiative weiter gefördert wird, um das Erfahrungsspektrum von Kindern zu erweitern und ihnen konkret Alternativen im Verhalten zu vermitteln. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, erhalten Sie weitere Informationen bei

 

Informationen im WWW

Wolfgang Pein

Friedensallee 7

38104 Braunschweig

Tel. (0531) 33 04 59